Computex 2025: Gaming-Monitore treiben Geschwindigkeitsgrenzen

Autor : Henry Jan 05,2026

Drei wichtige Ankündigungen von Gaming-Monitoren auf der Computex treiben Bildwiederholraten auf neue Extreme. Angeführt wird das Feld vom Asus ROG Strix Ace XG248QSG, einem 1080p-Display mit einer atemberaubenden 610Hz-Auffrischungsrate, das auf der Technikmesse in Taipei präsentiert wurde. Nicht weit dahinter haben MSI und Acer 1440p-Panels mit 500Hz Auffrischungsrate enthüllt – eine Spezifikation, die so anspruchsvoll ist, dass selbst eine zukünftige RTX 5090 mit Multi-Frame-Generation Schwierigkeiten hätte, diese konstant zu liefern.

Acer tritt mit dem Predator X27U F5 an, der seine rasante Geschwindigkeit mit einem QD-OLED-Panel für außergewöhnliche Farbtreue kombiniert. Zunächst ist dieser Monitor nur für Europa und China geplant, mit einem Startpreis von 899 Euro. Laut Acer ist ein Launch in den USA vorgesehen, allerdings hat das Unternehmen noch keinen endgültigen Preis für den amerikanischen Markt festgelegt. Die Verzögerung wird anhaltenden Zollbewertungen und Verhandlungen mit Einzelhändlern zugeschrieben. Acer wird die US-Preise näher zum Produktstart bekannt geben, aber angesichts der aktuellen Markttrends scheint ein preisgünstiges Etikett unwahrscheinlich.

MSI betritt ebenfalls die Hochgeschwindigkeits-QD-OLED-Arena mit seinem 27-Zoll-Modell MPG 271QRX50, wobei der Preis noch nicht bekannt gegeben wurde. Neben dem schnellen, lebendigen Display verfügt der Monitor über eine interessante KI-Fähigkeit. Wie PC Gamer nach einer Hands-on-Demo berichtete, erkennt ein kleiner Sensor unten, wenn der Nutzer den Arbeitsplatz verlässt. Diese Daten werden von einer dedizierten NPU (Neural Processing Unit) verarbeitet, um den Bildschirm automatisch abzuschalten und die Einbrennsicherungsprotokolle zu aktivieren.

Einbrennsicherungen sind Standard für OLED-Technologie, besonders bei Gaming-Monitoren, bei denen statische Benutzeroberflächenelemente lange auf dem Bildschirm verbleiben. Diese Systeme aktualisieren die Pixel regelmäßig, um Einbrenneffekte zu verhindern. Während ein KI-gesteuerter Ansatz ungewöhnlich erscheinen mag, bietet er ein nahtloseres Erlebnis, als wenn ein Schutzzyklus eine aktive Gaming-Sitzung unterbrechen würde.

Müssen Gaming-Monitore so schnell sein?

Das Aufkommen von drei Monitoren mit ultrahohen Bildwiederholraten ist bemerkenswert, wobei der Asus ROG Strix Ace XG248QSG hervorsticht. Selbst bei einer Auflösung von 1080p ist eine 610Hz-Aktualisierungsrate außerordentlich schnell und übertrifft selbst das, was mit Nvidias rahmenerhöhenden Technologien benötigt wird. Um in einem Titel wie Marvel Rivals an solche Bildraten heranzukommen, würde wahrscheinlich eine RTX 5090 mit Multi-Frame-Generation benötigt – eine Funktion, die wettbewerbsorientierte Spieler oft aufgrund der zusätzlichen Eingabelatenz meiden.

Das Erreichen dieser astronomischen Bildwiederholraten erfordert mehr als nur eine erstklassige Grafikkarte; es erfordert auch eine außergewöhnlich leistungsstarke CPU. Bei Bildraten von über 600 fps muss die CPU unermüdlich arbeiten, um die GPU mit Daten zu versorgen. Technologien wie Nvidia Reflex helfen, aber die grundlegende Rechenlast bleibt immens.

Wenn man ein Spiel so schnell darstellen könnte, ohne auf Frame-Generation angewiesen zu sein, wäre die daraus resultierende Verringerung der Render-Latenz ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. Genau deshalb entscheiden sich professionelle Counter-Strike 2-Spieler für die niedrigsten visuellen Einstellungen – höhere Bildraten bedeuten geringere Eingabelatenz, die über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Ob der unbestreitbare Leistungsvorteil die erwarteten hohen Kosten für den durchschnittlichen Spieler rechtfertigt, ist jedoch eine ganz andere Überlegung.